3D-Scanner für jedermann: An der Technischen Universität Braunschweig wurde eine Technologie entwickelt, mit der 3D-Scans besonders einfach und kostengünstig erstellt werden können. Die Forscher wollen die Software dazu in Kürze veröffentlichen. Die Informatiker Sven Molkenstruck und Simon Winkelbach sind Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig. Sie haben zusammen mit dem Institutsleiter Professor Friedrich M. Wahl eine besonders einfache und preiswerte Technik für das Einscannen von dreidimensionalen Objekten entwickelt. Für dieses außergewöhnliche Verfahren haben sie im September 2006 in Berlin den Hauptpreis der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung erhalten.

Bei dem Verfahren kommen eine einfache Kamera – beispielsweise eine Webcam – und ein Laser zum Einsatz. Der Laser projiziert eine Linie in die Szene, die aufgenommen werden soll. „Beides ist heute für wenig Geld im Elektronikfachhandel erhältlich“, teilen die Forscher mit. Sie beschreiben das weitere Vorgehen wie folgt: „Das zu scannende Objekt stellt man dann in eine Raumecke oder vor zwei Ebenen, die im rechten Winkel zueinander aufgestellt wurden und richtet die Kamera auf das Objekt. Das besondere hierbei ist, dass man zum Scannen den Laser einfach in die Hand nimmt und die Laserlinie manuell über das Objekt wandern lässt. Mit der Software vom Institut für Robotik werden dann gleichzeitig 3D-Daten generiert und am Bildschirm des Computers angezeigt. Auf diese Weise kann man die Laserlinie (wie einen virtuellen Pinsel) solange über das Objekt streifen lassen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Um ein vollständiges 360-Grad-Rundum-Modell zu erhalten, kann die Software außerdem mehrere Scans aus verschiedenen Sichtrichtungen automatisch zusammenpuzzeln.“

Die Software soll in den nächsten Wochen zusammen mit einer Anleitung kostenlos auf den Webseiten des Instituts zur Verfügung gestellt werden. Eine englischsprachige Detailbeschreibung im Umfang von elf Seiten ist bereits im PDF-Format verfügbar: Low-Cost Laser Range Scanner and Fast Surface Registration Approach

 

One Response to 3D-Scans per Webcam

  1. Beauty sagt:

    Die URL existiert nicht mehr.
    Das PDF gibt es aber hier:
    http://www.rob.cs.tu-bs.de/content/01-news/81-david/swi_2006_09_konferenz_dagm.pdf

    Offizielle Website zum Scanner:
    http://www.david-laserscanner.com

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